Retargeting

Marketing & Vertrieb

Anzeigenschaltung für Personen, die zuvor deine Publikationen angesehen haben, um sie zur Conversion zurückzuholen.

Definition

Retargeting ist eine digitale Werbestrategie, bei der Anzeigen an Personen ausgespielt werden, die zuvor mit deinen Inhalten oder deiner Website interagiert, aber eine gewünschte Aktion nicht abgeschlossen haben — etwa eine Registrierung oder einen Kauf. Es funktioniert durch das Platzieren eines kleinen [Tracking-Pixels](/glossary/tracking-pixel) in deinen Inhalten, der Besucher zu einer Zielgruppenliste hinzufügt. Werbeplattformen zeigen dann deine Anzeigen diesen Besuchern an, während sie andere Websites oder soziale Medien nutzen, und halten deine Marke während der Überlegungsphase sichtbar. Das Ziel ist, warme Interessenten erneut anzusprechen, die bereits Interesse gezeigt haben, anstatt völlig kalte Zielgruppen zu erreichen.

Warum Es Wichtig Ist

Die meisten Erstbesucher konvertieren nicht sofort — sie stöbern, vergleichen Optionen und gehen wieder. Retargeting gibt Publishern und Vermarktern eine zweite, dritte und vierte Chance, Menschen zu erreichen, die bereits Interesse gezeigt haben, indem sie ein [Flipbook](/glossary/flipbook), einen Katalog oder ein Dokument angesehen haben. Da diese Zielgruppen vorqualifiziert sind (sie haben sich aktiv mit deinen Inhalten beschäftigt), liefern Retargeting-Kampagnen typischerweise höhere Klickraten und niedrigere Kosten pro Akquisition im Vergleich zu kalter Werbung. Für inhaltsintensive Unternehmen wie Publisher und katalogbasierte Einzelhändler verwandelt Retargeting einmalige Leser in wiederkehrende Besucher und Käufer.

So Funktioniert Es in FlipLink

FlipLink unterstützt [Tracking-Pixel](/features/tracking-pixels), mit denen du [Facebook Pixel](/glossary/facebook-pixel), Google Ads und andere Retargeting-Tags direkt in deinen Flipbooks und Dokumenten platzieren kannst. Wenn ein Leser deine Publikation öffnet, wird das Pixel ausgelöst und fügt ihn zu deiner Retargeting-Zielgruppe auf der entsprechenden Werbeplattform hinzu. Du konfigurierst Pixel-IDs in den Einstellungen jeder Publikation, ohne Code zu schreiben. In Kombination mit [Analytics & Insights](/features/analytics-and-insights) kannst du identifizieren, welche Publikationen die engagiertesten Zielgruppen generieren, und dein Retargeting-Budget auf die richtigen Inhalte konzentrieren. Da FlipLink die [Scroll-Tiefe](/glossary/scroll-depth) und Seitenaufrufe verfolgt, kannst du Zielgruppensegmente basierend darauf erstellen, wie viel deiner Publikation jemand tatsächlich gelesen hat — und intensive Leser anders ansprechen als flüchtige Browser.

Retargeting vs Remarketing

Diese Begriffe werden oft synonym verwendet, aber es gibt einen praktischen Unterschied. **Retargeting** bezieht sich typischerweise auf das Ausspielen bezahlter Anzeigen (Display, Social, Video) an frühere Besucher über pixelbasiertes Zielgruppen-Tracking. **Remarketing** bezieht sich traditionell auf die erneute Ansprache früherer Kunden per E-Mail — zum Beispiel durch eine Warenkorbabbrecher-E-Mail. Google verwischt die Grenze, indem es seine pixelbasierte Anzeigenfunktion "Remarketing" nennt, aber der zugrundeliegende Mechanismus ist derselbe wie beim Retargeting. In der Praxis kombiniert der effektivste Ansatz beides: Verwende Retargeting-Anzeigen, um in Social-Media-Feeds und auf Websites sichtbar zu bleiben, und verwende Remarketing-E-Mails, um personalisierte Nachrichten direkt zu senden. FlipLink unterstützt die Retargeting-Seite durch Tracking-Pixel. Für die Remarketing-Seite kannst du [Lead-Capture](/features/lead-capture)-Formulare verwenden, um E-Mail-Adressen von Flipbook-Lesern zu sammeln und diese in deine E-Mail-Marketing-Plattform einzuspeisen.

Best Practices

- **Segmentiere deine Zielgruppen.** Zeige nicht allen, die dein Flipbook angesehen haben, die gleiche Anzeige. Trenne intensive Leser (die die meisten Seiten angesehen haben) von schnellen Abbrechern. Passe die Botschaft an jede Gruppe an. - **Setze Frequenzbegrenzungen.** Zu häufiges Anzeigen der gleichen Werbung erzeugt Ärger, keine Konversionen. Die meisten Werbeplattformen erlauben es, die Frequenz zu begrenzen. Ein Limit von 3 bis 5 Impressionen pro Tag pro Person ist ein vernünftiger Ausgangspunkt. - **Verwende Burn Pixels.** Sobald jemand konvertiert, hör auf, ihm die Akquisitionsanzeige zu zeigen. Platziere ein "Burn Pixel" auf deiner Konversionsseite, um konvertierte Nutzer automatisch aus Retargeting-Zielgruppen auszuschließen. - **Erneuere deine Werbemittel.** Anzeigenermüdung tritt beim Retargeting schnell ein, weil die gleiche kleine Zielgruppe deine Anzeigen wiederholt sieht. Rotiere Werbemittel alle zwei bis drei Wochen. - **Respektiere die Privatsphäre.** Integriere klare Cookie-Einwilligungsmechanismen und respektiere Opt-out-Anfragen. Retargeting ohne Transparenz schadet dem Vertrauen.

Praxisbeispiel

Ein Möbelgeschäft veröffentlicht seine Saisonkollektion als FlipLink-Flipbook mit installiertem Facebook Pixel und Google Ads-Tag. Innerhalb von zwei Wochen sehen 4.000 Personen das Flipbook. Das Marketing-Team erstellt drei Retargeting-Segmente: Leser, die den Wohnzimmerbereich angesehen haben, Leser, die Zeit bei der Schlafzimmerkollektion verbracht haben, und Leser, die die Preisseite erreicht haben. Jedes Segment erhält maßgeschneiderte Anzeigen auf Instagram und im Google Display-Netzwerk mit der spezifischen Kategorie, die es angesehen hat. Das Preisseiten-Segment erhält zusätzlich ein zeitlich begrenztes Rabattangebot. Das Ergebnis ist eine fokussierte Kampagne, bei der jeder Besucher relevante Produkte statt generischer Markenanzeigen sieht.

Verwandte Begriffe

In anderen Sprachen verfügbar

Bereit, deine
PDFs zu verwandeln?

Schließe dich Tausenden von Unternehmen an, die FlipLink nutzen, um ansprechende, interaktive Inhalte aus ihren PDFs zu erstellen. Starte kostenlos — keine Kreditkarte erforderlich.